Das Magazingebäude – Vom Gemischtwarenladen zur Wissenswerkstatt

Das Magazingebäude der Zeche Friedrich Heinrich wurde um 1912 als Lager- und Produktionsgebäude erbaut. Es ist dreigeschossig und hat eine historische Mauerwerksfassade. Die Gebäudeform hat einen rechteckigen Zuschnitt mit rund 29 Metern Länge und rund 23 Metern Breite.

Die Konzeption des Gebäudes ist auf die Nutzung als Lagergebäude ausgerichtet. Als „Gemischtwarenladen für den Bergmann“ lagerten dort von Schrauben aller Größen über Werkzeuge bis hin zu Handschuhen verschiedenste Materialien für die Arbeit Über und Unter Tage. Die Räumlichkeiten waren über einen Lastenaufzug erreichbar. Das Gebäude ist freistehend und bildet eine abgeschlossene wirtschaftliche Einheit. Das Magazin war bis in die achtziger Jahre an den zum ehemaligen Schacht 2 führenden Mannschaftsgang angeschlossen und ist bis heute über eine Verbindungsbrücke mit dem ehemaligen Fördermaschinenhaus Schacht 2 verbunden.

Im September 2015 hat die Starterzentrum Dieprahm GmbH, eine Tochtergesellschaft der Stadt Kamp-Lintfort, das Magazingebäude erworben und in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde energetisch, brandschutztechnisch und barrierefrei saniert. Bis auf den Standort des Treppenhauses und des Aufzugs wurde das Innere des Gebäudes komplett neu aufgeteilt. Auf einer Fläche von insgesamt 1.850 Quadratmetern sind verteilt auf drei Etagen Büro- und Seminarräume entstanden. Besonderer Hingucker ist die begrünte Wand im Eingangsbereich. Die Hochschule Rhein-Waal – Wissenswerkstatt im Herzen der Stadt und Motor im Strukturwandel – nutzt die Räumlichkeiten für Forschung und Lehre.